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Herzlich willkommen in der Martin-Luther-Gemeinde zu Hamburg-Alsterdorf

In der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Martin-Luther zu Hamburg-Alsterdorf begegnen und engagieren sich viele Menschen unterschiedlichen Alters. Miteinander Gottesdienst feiern gehört zu unserer Gemeinde wie das Amen in der Kirche. Uns tragen die biblischen Überlieferungen, die Weisheit der Liturgie und die Melodien der Choräle. Das müssen wir nicht erfinden.

Wir finden unseren Feier-Raum, in dem wir unser Leben mit diesen überlieferten Traditionen ins Gespräch bringen. In jedem Gottesdienst steigen wir ein in eine Zeit mit Gott. Kleine und große Leute erleben im gemeinsamen Feiern den Raum, die Gemeinschaft, den anderen Blick und manchmal auch Gott.

In unserer Kirche spielt die Kirchenmusik eine große Rolle. Chorkonzerte mit unseren Kantoreien, Kindermusicalaufführungen, Orgelmatineekonzerte oder Konzerte mit namhaften Musikern und Solisten aus unserer Region versprechen ein abwechslungsreiches Programm.

Alle Termine finden Sie hier

Fürchtet euch nicht – Leben in der Risikogesellschaft

Mit seinem Buch „Die Risikogesellschaft“ traf Ulrich Beck den Nerv der Zeit. Das gesellschaftliche Gefüge und das Lebensgefühl in einer globalisierten Welt wandeln sich grundlegend. Gegenwärtig sind Risiken wieder besonders erkenn- und spürbar. Damit umgehen zu können ist auch eine Glaubensfrage.

Als 1986 das Kernkraftwerk Tschernobyl explodierte, war Becks Buch gerade erschienen. Die Katastrophe wirkte wie die Erfüllung einer Prophetie, die schlimmstes Unheil vorhersagte. Unübersehbar lebt die globale Gemeinschaft mit Risiken, die sie kaum mehr übersehen oder gar kontrollieren kann. Das gilt für die friedliche Nutzung der Kernenergie und noch mehr für die kriegerischen Konflikte. Seit Nordkorea taktische Atomwaffen entwickelt, und der amtierende US-Präsident mit Drohungen reagiert, wird die Welt unsicherer, das Risiko eines nuklearen Krieges ist größer geworden.

Aber auch leisere Prozesse, wie die Veränderungen des Klimas, erweisen Becks Beobachtungen als richtig. Dürren und das Ansteigen des Meeresspiegels vernichten Lebensgrundlagen. Neben anhaltenden Konflikten wirkt auch diese Not sich aus. Menschen aus den Krisengebieten machen sich auf, um in Europa Sicherheit und Frieden zu finden. Sie treffen auf Gesellschaften, die schon verunsichert sind durch die zahlreichen Herausforderungen einer globalisierten Weltwirtschaft.

Und doch scheint vieles davon weit weg. Es schränkt uns nicht direkt im Privaten und Persönlichen ein. Wir machen uns Gedanken, beziehen aus sicherer Entfernung Stellung. Wir tun vor Ort, was wir können, um Frieden zu schaffen, Menschen bei der Integration zu helfen, die Umwelt zu schützen. Aber vor der Furcht lässt sich nicht die Haustür verschließen. Denn kriegerische Auseinandersetzungen in Gestalt von Terroranschlägen vergrößern das Gefühl, im eigenen Land nicht sicher zu sein. Die mediale Berichterstattung dieser Ereignisse erfolgt quasi in „Echtzeit“.

Dies ist einerseits eine Errungenschaft unserer Zeit, gleichzeitig trägt sie zur Verunsicherung bei. In einer vernetzten, digitalen Welt hat es damit auch die Wahrheit schwerer. Was wahr und unwahr, richtig und falsch ist, lässt sich deutlich schwieriger unterscheiden, wenn jeder im Netz seine Version der Wahrheit verbreiten kann. Ständig stehen Entscheidungen und Prüfungen darüber an, wie Nachrichten und Informationen bewertet werden sollen. Inzwischen werden Wahlkämpfe mit diesen Mitteln geführt und gewonnen. Populisten nutzen das Netz für ihre Zwecke, um eine vereinfachte Welt mit Freund und Feind zu entwerfen und die Deutungshoheit über die Ereignisse zu erlangen. So feiern politische Kräfte Erfolge, die sich Verunsicherung und Angst zu Nutze machen, um eine offene Gesellschaft wieder zu einer geschlossenen zu machen.

Furcht lässt sich nicht leugnen, sie ist Bestandteil des Lebens, aber Furcht darf nicht lähmen. Sie darf nicht zum Handlungsmerkmal unseres Lebens werden. Sie darf nicht dazu führen, dass ich mir selbst genug bin und anfange, einen Zaun zu ziehen, um den Abstand zu anderen klar zu definieren. In so einer Welt kann nur eine eigene klare Orientierung Sicherheit wiedergewinnen lassen. Die Basis dafür bietet der christliche Glaube, denn christliche Deutungen fragen nach Gottes Handeln in unserer Welt. Dem „Fürchtet euch nicht“ folgt ein „denn ich bin bei euch“. Uns sind nicht nur die Gebote für ein friedliches Miteinander gegeben oder der Kategorische Imperativ, der ein Handeln nach Maßstäben anmahnt, sondern auch das Bewusstsein, dass es auf mich ankommt in dieser Welt. Gottes Zuspruch stellt mich in den Dienst dieser Welt und macht es auch mir zur Aufgabe, aktiv zu werden, mich zu bekennen: zu christlichen Werten, die von Nächstenliebe geprägt sind.

Sehen wir der Furcht ins Auge und setzen ihr das „Fürchtet euch nicht!“ entgegen, indem wir Farbe bekennen und laut mitreden. Damit die Stimmen laut und hörbar werden, die nicht Furcht und Angst säen, sondern um Impulse zu setzen, die neu gestalten wollen, Kräfte freisetzen, die beginnen eine friedvolle Welt zu gestalten, in der nicht nur wir, sondern auch alle anderen ihr gutes Auskommen haben.

Pastorin Sandra Peters-Hilberling,
Martin-Luther-Gemeinde;
Pastor Ulrich Thomas,
St. Martinus-Eppendorf

 

 

Jahresthema 2018 in der Martin-Luther-Gemeinde, Alsterdorf

Abendmahl – Prost Mahlzeit?!

Manch einen beschleicht das Gefühl der Unsicherheit, wenn zum Abendmahl eingeladen wird: Wein oder Saft – was gibt es wo? Und wie: Tunken oder trinken?

Verstohlener Blick: Wie machen das die anderen?

Noch kniffeliger wird es in fremden Gemeinden:

Stehen oder knien? – Achtung, das Brot kommt! Auweia, ich muss es weiterreichen.

Aber wie lauteten noch einmal die Worte? Und wie werde ich diesen Einzelkelch nach dem Trinken wieder los?

Manch einer bleibt da lieber gleich in der Bankreihe sitzen. Aber ‚Sitzen bleiben‘ war schon zu Schulzeiten kein gutes Gefühl. Immerhin vermag schöne Orgelmusik bisweilen die inneren Stimmen zu übertönen, die da sagen: „Irgendwie gehörst du nicht wirklich dazu.“

„Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist!“ Eine große Verheißung trifft auf das Geschmackserlebnis Oblate.

Einzig das „Christe, du Lamm Gottes“ scheint in Stein gemeißelt, wird mit ein und derselben Melodie an so vielen Orten gesungen, und dabei würde manch einer gerade dieses liturgische Element so gern als Sündenbock für theologisch überholte Abendmahlsverständnisse in die Wüste schicken.

Kurzum: Wir als Martin-Luther-Team sehen Bedarf, über das Thema „Abendmahl“ nachzudenken – theologisch und liturgisch. Daher haben wir „Abendmahl“ als Jahresthema 2018 gewählt.

Wir haben Lust, theologisch zu diskutieren! Miteinander und mit Ihnen und Euch.

 Wir haben Lust zu experimentieren! Und freuen uns über Wagemut, Neugier und Tatendrang.

Und wir haben Lust zu feiern! Und das erst recht nicht allein.

Wir wollen das Abendmahl zu allen Zeiten im Kirchenjahr feiern und in ganz unterschiedlichen Formen. Fühlt es sich in der Passionszeit genauso an wie im Osterfestkreis? Im Sommer-Open-Air als

Tisch-Abendmahl genauso wie am Gründonnerstag?

Und wie erst bei der Konfirmation?

Wir haben Lust zu erkunden, wie das Abendmahl auf Menschen wirkt – mit Leib und Seele, Herz und Verstand, mit allen Sinnen und allen Generationen, mit Theologie und Musik, Kunst und Kultur.

Machen Sie mit? Wir würden uns freuen!

Pastorin Iris Schuh-Bode,Nicola Bergelt,Pastorin Sandra Peters-Hilberlingund Pastorin Nina Heinsohn,

Martin-Luther-Gemeinde

 

 

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Etwas Schönes für die Ohren

Die Martin-Luther-Kirche hat vier Glocken, die auf die Töne d f g und b gestimmt sind. Das ist der Anfang des Lobgesangs: "Herr Gott, Dich loben wir." (Siehe Nr. 191 in unserem Gesangbuch, wo der Lobgesang einen Ton höher steht). Sie können sich die Glocken der Martin-Luther-Kirche hier anhören. 

Glockengeläut herunterladen (mp3)

Glocken anhören

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Die Glocken der Martin-Luther-Kirche - hier kurz vor dem Bezug des Glockenturms im Jahr 1963
Die vier Glocken der Martin-Luther-Kirche © MLK / Archiv